Die Fantasie anstrengen und in umgekehrter Richtung gehen ...
... Denn meiner Meinung nach muss, wer etwas finden will, die Phantasie anstrengen.
Und mit der Erfindung spielen und raten, und kannst du nicht geradeaus gehen, so können dir tausend andere Wege helfen.
Dies, dünkt mich, lehrt uns die Natur: Wenn einer nicht auf dem gewohnten Weg vorankommt, sucht er sich hintenrum eine bessere Strasse.
Die Erfindung ist sehr mannigfaltig, doch um das Gute zu finden, muss man, ich hab’s erprobt, in umgekehrter Richtung gehen. ...
Galileo Galilei, in U.Eco, Baudolino
Was heisst da, die Phantasie anstrengen, oder in heutigen Worten, sich eine nachhaltige Karriere zu schaffen und gleichzeitig die eigenArt behalten?
Unsere Hochschule, eine gemeinnützige Institution, getragen von der Stiftung EGSF, hat es geschafft, mit Imagination Interessierten in ‚umgekehrter Richtung’, über die ‚Via Kreativa’, ein Studium zum Ausbildungs- MA, ein postgraduales Zertifikat und Dr. phil. zu ermöglichen.
Die EGS (European Graduate School), eine vom Kanton Wallis anerkannte und akkreditierte universitäre Institution, veranstaltet seit 1996 ihre Sommerschulen in der Perle der Alpen, Saas Fee. Die Abteilung Kunst, Gesundheit und Gesellschaft offeriert Programme, die zum MA, Postgradualem Studium und späteren Dr.phil. führen.
Das Herzstück ist eine phänomenologische und kunstorientierte Ausrichtung. Die interdisziplinäre und lösungsorientierte Lernatmosphäre zeichnet sich durch einen kulturellen Austausch aus: Studierende und Fakultät aus aller Welt (im 2006: dreizehn Länder und elf Muttersprachen) kommen zusammen, um gegenseitig Gemeinsamkeiten und Unterschiede wertzuschätzen und im Diskurs und kreativen Prozess voneinander zu lernen.
Die Kooperation mit andern Universitäten wird durch Austausch von Fakultät und Studierenden rege genutzt. Prof. Jack Weller, einer der Pioniere der Expressive Arts von der Westküste, San Francisco, war oft zu Gast. Ferner besuchte uns Prof. Shaun McNiff von der Lesley Universität, sozusagen ‚die Urmutter’ der EGS. Es ist beeindruckend, Gründerfiguren unseres Gebietes persönlich erleben zu dürfen. Auf diese Weise bleibt der Austausch lebendig und verpflichtet.
‚Trust the process, go with your imagination’ –
dies der Slogan von McNiff, Autor unzähliger Fachbücher, der zurzeit an einem Manuskript zur Geschichte der Expressive Arts arbeitet (mehr).
Seit der Gründung zeichnet sich die EGS aus, Pioniere mit Namen einzuladen, um auf dem neusten Stand zu bleiben, sei es in Coaching, Beratung und Bildung, oder Therapie.
Ein weiterer Höhepunkt ist jedes Jahr der Artist in Residence, 2008 z.B. Marianne Adams, Professorin an der ASU, North Carolina. Sie offerierte Tanzworkshops, die zu einer Tanzperformance von Studierenden und Fakultät führten, wobei sie einen Soloteil hatte.
Die Berufslandschaft zeichnet sich vermehrt durch eine Akademisierung aus. Ich höre leider oft Klagen über Kündigungen, weil der akademische Titel fehlt. So kommen vor allem etablierte und professionell geübte Menschen zur EGS, um sich einerseits den akademischen Titel zu erwerben, und andererseits eine Weiterbildung zu absolvieren, die ihr Können und Wissen mit individueller Wertschätzung in den Lernprozess einbezieht.
Es gibt auch die Möglichkeit Kompetenzen zu erweitern, wie zum Beispiel für eine Beraterin Richtung Therapie, oder für eine Therapeutin Richtung Coaching und Beratung.
Das Setting der Sommerschule erlaubt ein dreiwöchiges intensives Studium, fernab des Alltags, in einer kreativen Atmosphäre, wo man sich ungestört in die Materie vertiefen kann. Die Studierenden schätzen die ruhige idyllische Lage des Campus, die Studio – und Seminarräume und die abwechslungsreiche Verpflegung. Es entstehen Freundschaften und ein internationales Networking, das einer Isolation und Anonymität vorbeugt.
Dank der Bologna Reform kann die EGS Credit Points aus diesem Fachbereich anrechnen. Im Gespräch stellt man oft fest, dass schon mehr Voraussetzungen da sind, als man angenommen hat.
Deshalb führt die
EGS Schnupperseminare mit Studienberatung durch.
- MA Expressive Arts Coaching, Beratung und Bildung, oder Therapie
- Postgraduales – und Doktorandenprogramm Expressive Arts
Auskunft und Beantwortung von Fragen:
Prof. Margo Fuchs Knill, Ph.D., Dekan, MA Abteilung Expressive Arts
Margo Fuchs Knill




